netorium installiert Hochleistungs-BPE

Interdisziplinärer und crossmedialer Austausch von Videomaterial im filebasierten Workflow: netorium installiert integrative Business-Process-Engine (BPE) zum individuellen, kontrolliert-automatisierten Austausch von Produktionsfiles bei einem großen deutschen Medienproduzenten.

Ausgangslage

Eine zentrale Herausforderung in der bandlosen, filebasierten Fernsehproduktion ist der Austausch des Videomaterials zwischen den beteiligten Produktionsbereichen und zunehmend auch der Austausch in crossmediale Umgebungen. Dabei genügt es nicht, nur die Video-Dateien im richtigen Format abzuliefern. Vielmehr müssen neben den Files sowohl die technischen und inhaltlichen (Meta-) Daten mitgeliefert als auch beteiligte Personen informiert werden. Dazu werden die Dienste unterschiedlicher Tools und Systeme benötigt: zum einen Transcoder oder Filetransfer Tools, zum anderen Content Management Systeme aber auch Produktionsplanungs- oder Redaktionssysteme usw. Doch wie sollen all diese Systeme effizient, transparent und gleichsam flexibel miteinander kommunizieren?

Lösung

netorium installiert derzeit bei einem großen deutschen Medienunternehmen eine Business Process Engine, kurz BPE, die es ermöglicht, Austauschprozesse zwischen den Produktionsbereichen zu entwerfen, ausführen zu lassen und mit Hilfe eines Webclients auch zu kontrollieren. Dazu werden die notwendigen Systeme als Dienste gekapselt und über die BPE integriert. Für einen konkreten Austauschprozess, z.B. die Bereitstellung von Inhalten aus dem NewsRoom zur Auslieferung und Darstellung im Web Content Management System können die Dienste dann zusammengestellt werden.

Der Prozess wird als Ablaufdiagramm grafisch erstellt. Diese Ablaufdiagramme werden dann der BPE-Prozesssteuerung zur Ausführung übergeben. Die Anwender können aus den angeschlossenen Quellen einen Materialtransfer zu einer definierten Senke anstoßen. Die BPE übernimmt die Steuerung des Transfers gemäß dem Ablaufdiagramm. Weitere benötigte BPE-Prozesse werden kontinuierlich ergänzt und die Integration anderer Systeme wie z.B. Rechtemanagement sind geplant. Über den BPE-Webclient können alle Transferprozesse in Echtzeit zentral überwacht werden (Monitoring).

Architektur

Die BPE basiert auf einer service-orientierten Architektur (SOA) und ist damit theoretisch auch kompatibel zu dem von EBU und AMWA initiierten „Framework for Interoperable Media Services“ (FIMS). Dabei basiert die Architektur auf 3 Blöcken: Das Fundament bildet ein anwendungsneutraler SOA Server. Dieser besteht aus einem Java basierten Application Server und den SOA spezifischen Komponenten Prozessengine/BPM und Service Bus/ESB. Auf diesem Fundament steht die Kernanwendung. Sie erweitert den SOA Server zu einer Video bzw. Medien I/O Management Plattform, einer Anwendungsschicht zur Abbildung von Transferprozessen in einer modernen, file-basierten Medienproduktionslandschaft. Den dritten Block bilden die Steuerungsdienste: Dies sind zum einen die Gateway-Basisdienste für den Zugriff von Fremdanwendungen auf die BPE und zum anderen der BPE Webclient zur Verwaltung und zum Monitoring von Prozessen und Diensten.